Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu

Bild Mario Stapel bei der BJJ EM 2001

Das Brazilian Jiu-Jitsu (kurz BJJ oder auch Gracie Jiu-Jitsu; portugiesisch jiu-jitsu brasileiro), ist eine eigenständige (Weiter-) Entwicklung der japanischen Kampfkunst „Kōdōkan Jūdō“ und gehört zur Familie der Grapplingstile (ringerische Kampfkünste/Kampsportarten, die den Schwerpunkt auf Greifen, Werfen, Hebeln und Würgen anstelle von Schlagen und Treten legen).

Das Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu entstand vorwiegend aus den Lehren des japanischen Meisters Meada Mitsuyo, nachdem dieser sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Brasilien niederlies und dort die von ihm praktizierte Kampfkunst unterrichtete.
Es ist anzunehmen, dass es sich bei der von ihm in Brasilien verbreiteten Art zu Kämpfen um eine frühe Form des Kōdōkan Jūdō handelte. (näheres siehe Geschichte des Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu)

Da zu dieser Zeit selbst in Japan der Begriff „Jūdō“ noch nicht so geläufig war, wurde der Stil vielfach noch als „Jū Jutsu“ (=Jiu-Jitsu) bezeichnet. Erst später etablierte sich der Begriff des Jūdō und die einst extrem effektive Kampfkunst entwickelte sich zu der heute bekannten olympischen Wettkampfsportart, in der der Aspekt des regellosen Zweikampfes und der Selbstverteidigung nahezu keine Bedeutung mehr haben.

In Brasilien wurde sowohl der Begriff des „Jiu-Jitsu“ für die dort trainierte „Urform“ des Jūdō, als auch viele der ursprünglichen, auf den regellosen Zweikampf und Selbstverteidigung ausgelegten, Techniken und Trainingsweisen beibehalten, welche im modernen Jūdō im Rahmen der  Reglementierungen innerhalb der Wettkämpfe verloren gingen.

Näheres zur Geschichte des Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu ist hier zu finden (klick).

Grundsätzlich kann man heute die folgenden Trainingsinhalte als Säulen des Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu sehen:

Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu zur Selbstverteidigung
Sport BJJ (Wettkampf)
Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu für Mixed Martial Arts (MMA)

In welchem Umfang diese jeweiligen Aspekte des Sportes im Training unterrichtet werden ist sehr stark abhängig von der jeweiligen Schule und deren Zugehörigkeit (Lineage).

In einem BJJ-Training sind folgende Trainingsformen üblich:
-Training von Einzelbewegungen (Bewegungsübungen und Fallschule; oft Teil des Aufwärmtrainings)
-Erlernen neuer Techniken
-Drills (zur Vertiefung und Wiederholung bekannter Techniken)
-Anwendungstraining („Rollen“ oder Sparring)*

*Anfänger/innen werden in unserem Team langsam an Freikampfanwendungen herangeführt und lernen zunächst die wichtigsten technischen Grundlagen um sicher und verletzungsfrei am Rollen oder Sparringstraining teilnehmen zu können.




Wir sind Mitglied im Schleswig-Holsteinischen Ju-Jutsu Verband e.V. / Deutschen Ju-Jutsu-Verband e.V.